Das Gedicht "Dieser Liebe toller Fasching" schrieb Heinrich Heine.
Dieser Liebe toller Fasching
Dieser Taumel unserer Herzen
Geht zu Ende, und ernüchtert
Gähnen wir einander an.
Ausgetrunken ist der Kelch
Der mit Sinnesrausch gefüllt war,
Schäumend, lodernd, bis am Rande;
Ausgetrunken ist der Kelch.
Es verstummen auch die Geigen,
Die zum Tanze mächtig spielten,
Zu dem Tanz der Leidenschaft;
Auch die Geigen, sie verstummten.
Es erlöschen auch die Lampen,
Die das wilde Licht ergossen
Auf den bunten Mummenschanz;
Auch die Lampen, sie erlöschen.
Morgen kommt der Aschermittwoch,
Und ich zeichne deine Stirne
Mit dem Aschenkreuz und spreche:
Weib, bedenke, daß du Staub bist.
Heinrich Heine, 1797-1856
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