Bekannte und auch kurze Gedichte des Schriftstellers Wilhelm Busch.
- Bewaffneter Friede
- Das Bad am Samstagabend
- Ein dicker Sack
- Es spukt
- Fink und Frosch
- Gemartert
- Geschmacksache
- Hoch verehr ich ohne Frage
- Hund und Katze
- Im Herbst
- Karneval
- Klagelied eines Junggesellen
- Max und Moritz - Erster Streich
- Mein Lebenslauf
- Neujahrswunsch
- Schein und Sein
- Selbstkritik
- Sie war ein Blümlein
- Wer Bildung hat, der ist empört
- Wirklich, er war unentbehrlich!
Eins, zwei, drei! Im Sauseschritt
Läuft die Zeit; wir laufen mit.
Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich;
So hab' ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp' ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff' ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.
Aus: Kritik des Herzens
Wirklich, er war unentbehrlich!
Überall, wo was geschah
Zu dem Wohle der Gemeinde,
Er war tätig, er war da.
Schützenfest, Kasinobälle,
Pferderennen, Preisgericht,
Liedertafel, Spritzenprobe,
Ohne ihn, da ging es nicht.
Ohne ihn war nichts zu machen,
Keine Stunde hatt' er frei.
Gestern, als sie ihn begruben,
War er richtig auch dabei.
Gemartert
Ein gutes Tier
Ist das Klavier,
Still, friedlich und bescheiden,
Und muß dabei
Doch vielerlei
Erdulden und erleiden.
Der Virtuos
Stürzt darauf los
Mit hochgesträubter Mähne.
Er öffnet ihm
Voll Ungestüm
Den Leib gleich der Hyäne.
Und rasend wild,
Das Herz erfüllt
Von mörderlicher Freude,
Durchwühlt er dann,
Soweit er kann,
Des Opfers Eingeweide.
Wie es da schrie,
Das arme Vieh,
Und unter Angstgewimmer
Bald hoch, bald tief
Um Hilfe rief,
Vergess' ich nie und nimmer.
Weitere Gedichte von Wilhelm Busch
Gedichte
Wilhelm Busch
Impressum
Datenschutz