
´auf dem Weg von Schloss Zeilitzheim`
AbendLichter
AbendLichter.
sanft beschienene landschaft.
stille, müdigkeit in langen schatten.
die bäume so, als ob sie schliefen
in erwachender erinnerung.
nicht weit die immer gleiche,
immer mordende welt.
nicht weit das alltagsgrauen.
tag für tag gesteigert.
lange flucht ins abendlicht,
Hirtengedichte des Vergil.
aber unabweislich sind die zweifel.
unauslöschlich, unstillbar,
tag für tag gesteigert.
wir dürfen uns nicht täuschen
bei all den geöffneten herzen.
am abend der trost der freunde, der geliebten.
aber es bleiben unheilbare wunden,
und trotz ihrer drohenden fäulnbis
für kurze zeit auch gestillter schmerz,
erwartung des fernen lichts,
der kurzen ruhe vor dem sturm
in regnend fallender nacht.
aus: Aber ich schreibe Gedichte, projekte-verlag ISBN 978-3-86634-533-1
© Suitbert Hoffmann