Nie stille steht die Zeit,
der Augenblick entschwebt,
und den Du nicht genutzt,
den hast Du nicht gelebt. (Friedrich Rückert)
Im
Einklang mit der inneren Uhr - © Sabine
Fleckenstein
So wandelt sie, im ewig gleichen Kreise
Die Zeit nach ihrer alten Weise,
Auf ihrem Wege taub und blind,
Das unbefangne Menschenkind
Erwartet stets vom nächsten Augenblick
Ein unverhofftes seltsam neues Glück.
Die Sonne geht und kehret wieder,
Kömmt Mond und sinkt die Nacht hernieder,
Die Stunden die Wochen abwärts leiten,
Die Wochen bringen die Jahreszeiten.
Von außen nichts sich je erneut,
In Dir trägst Du die wechselnde Zeit,
In Dir nur Glück und Begebenheit. (Johann Ludwig Tieck)
Zeitmessung
L`horloge - Charles Baudelaire
Sag mir, wer einst die Uhren erfund - Heinrich
Heine
Die Sonnenuhr - Rainer Maria Rilke
Sei du der große
Zeiger - Christian Morgenstern
Zeit und Mensch - Zeitbetrachtung
Mein sind die Jahre nicht, die mir die Zeit genommen;
mein sind die Jahre nicht, die etwa möchten kommen;
der Augenblick ist mein, und nehm ich den in Acht,
so ist der mein, der Jahr und Ewigkeit gemacht. - Andreas Gryphius, 1616-1664
Lied des Lebens
Flüchtiger als Wind und Welle
Flieht die Zeit; was hält sie auf?
Sie genießen auf der Stelle,
Sie ergreifen schnell im Lauf;
Das, ihr Brüder, hält ihr Schweben,
Hält die Flucht der Tage ein.
Schneller Gang ist unser Leben,
Lasst uns Rosen auf ihn streun.
Rosen; denn die Tage sinken
In des Winters Nebelmeer.
Rosen; denn sie blühn und blinken
Links und rechts noch um uns her.
Rosen stehn auf jedem Zweige
Jeder schönen Jugendtat.
Wohl ihm, der bis auf die Neige
Rein gelebt sein Leben hat.
Tage, werdet uns zum Kranze
Der des Greises Schläf' umzieht
Und um sie in frischem Glanze
Wie ein Traum der Jugend blüht.
Auch die dunkeln Blumen kühlen
Uns mit Ruhe, doppelt-süß;
Und die lauen Lüfte spielen
Freundlich uns ins Paradies. - Johann Gottfried von Herder, 1744-1803
Schicksals-Spruch
Unhemmbar rinnt und reißt der Strom der Zeit,
in dem wir gleich verstreuten Blumen schwimmen,
unhemmbar braust und fegt der Sturm der Zeit,
wir riefen kaum, verweht sind unsre Stimmen.
Ein kurzer Augenaufschlag ist der Mensch,
den ewige Kraft auf ihre Werke tut,
ein Blinzeln – der Geschlechter lange Reihn,
ein Blick – des Erdballs Werdnis und Verglut. — Christian Morgenstern, 1871-1914
Spruch des Konfuzius -
Friedrich Schiller
To Time - George Gordon, Lord Byron
Die Zeit geht nicht - Gottfried
Keller
Das Heute - Conrad Ferdinand Meyer
Wie langsam kriechet
sie dahin... - Heinrich Heine
Blaue
Stunde - © Dorle Wolf
Allerlei Stunden — weitere Gemälde von Dorle Wolf
Die Zeit - Wie die Zeit vergeht - die Zeit anhalten...
Like as the waves make
towards the pebbled shore - William Shakespeare
Stehe still! - Mathilde Wesendonck
Die Zeit - Christian Morgenstern
Zeitgeist
Der Zeitgeist - Friedrich Hölderlin
Gedichte über die Tageszeiten, über Tag und Nacht
morgens
- abends 
Für und für - Detlev von Liliencron
morgens
Frühe - Joseph von Eichendorff
In der Frühe - An einem Wintermorgen
vor Sonnenaufgang - Eduard Mörike
Der Morgen - Joseph von Eichendorff
Morgenlied - Joseph Freiherr
von Eichendorff
Ein Sonnenaufgang - Stefan
George
Le Crépuscule du
matin - Charles Baudelaire
Aurore - Armand Silvestre
Des Morgens - Friedrich Hölderlin
Morgens - Theodor Storm
Morgenstimmung -
Frank Wedekind
L`angélus du matin -
Paul Verlaine
Verherrlicht
vom Morgen - Max Dauthendey
Östliches Taglied - Rainer
Maria Rilke
Der Morgen - Alfred Lichtenstein
Die Morgenstunde - Moritz Gottlieb
Saphir
mittags
Mittag -
Theodor Fontane
Mittagszauber - Hedwig Dransfeld
Mittagszauber - Emanuel Geibel
In den Nachmittag geflüstert -
Georg Trakl
Dämmerstunde
Zwielicht - Joseph Freiherr
von Eichendorff
Dämmrung senkte sich von oben -
Johann Wolfgang von Goethe
Der Abend - Johann Christoph Friedrich
von Schiller
Abenddämmerung - Heinrich
Heine
Die Dämmerung - Alfred
Lichtenstein
Westliche Dämmerung -
Georg Trakl
Dämmerstunde - Theodor Storm
Soleil couchant - José-Maria
de Hérédia
abends
Abendstimmung - circonspection -
Paul Verlaine
Abend - Ludwig Tieck
Abend -
Rainer Maria Rilke
Der Abend - Georg Heym
Zu Abend mein Herz - Georg
Trakl
Ein Abend - Georg Trakl
Immer dunkler - Georg Trakl
Abends, wenn ich schlafen geh` -
aus: Des Knaben Wunderhorn
Ein
Rudel kleiner Wolken - Max Dauthendey
Abendwolken - Ludwig Uhland
Abendständchen - Clemens
Brentano
Abendlied - Gottfried Keller
L`heure du berger - Paul Verlaine
Le Crépuscule du
soir - Charles Baudelaire
Le crépuscule est triste et
doux comme un adieu - François Coppée
Melancholie des Abends -
Georg Trakl
Träumerei am Abend -
Georg Trakl
Abendmuse - Georg Trakl
In den Abend - Alfred Lichtenstein
nachts
Erlkönig - Johann Wolfgang
von Goethe
Die Nachtblume - Joseph Freiherr
von Eichendorff
Nacht ist schon hereingesunken - Johann Wolfgang von Goethe
Wandrers
Nachtlied - Johann Wolfgang von Goethe
Dem aufgehenden Vollmonde -
Johann Wolfgang von Goethe
Der
Mond ist aufgegangen - Matthias Claudius
Wer hat die schönsten
Schäfchen - Kinderlied - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
darkness - Lord George Byron
Das Dunkel sitzt
in den Toren - Max Dauthendey
Die Nacht - Joseph Freiherr von
Eichendorff
Mondnacht -
Joseph Freiherr von Eichendorff
Nachtzauber - Joseph Freiherr
von Eichendorff
Mondbeglänzte Zaubernacht -
Ludwig Tieck
Gesang zu zweien in
der Nacht - Eduard Mörike
Um Mitternacht - Eduard Mörike
Nachtgedanken -
Heinrich Heine
Mondlicht - Theodor Storm
Nacht bläst
die sieben Farben aus - Max Dauthendey
In meinem Zimmer Nachtstille -
Max Dauthendey
Die Nacht saß
auf den Tannen - Max Dauthendey
Nacht für Nacht - Paul Boldt
Les ténèbres -
Charles Baudelaire
Im Mondschein - Georg Trakl
Gesang zur Nacht IX - Georg
Trakl
Menschen bei Nacht - Rainer
Maria Rilke
Nachts - Marie Luise Weissmann
Nachts in der träumenden
Stille - Gustav Falke
Die Nacht - Alfred Lichtenstein
Sprich aus der Ferne -
Clemens Brentano
Nuit d'étoiles - Théodore
de Banville
Nacht um Nacht - Max Dauthendey
um Mitternacht
Um Mitternacht - Johann Wolfgang
von Goethe
Um Mitternacht - Emanuel Geibel
Gruß an die Nacht - Julius
Sturm
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