Gedichte und Texte über Sprache, Dichtkunst, Poesie, Laut(malerei) - und: Poetik

Gedichte-Lyrik-Poesie

Der Geist offenbart sich
durch die Blicke und die Worte
Denn die Seele ist unsere Bleibe,
unsere Augen sind ihre Fenster
uns unsere Lippen ihre Boten. - Khalil Gibran, 1883-1931

Ode an Apoll - Conrad Celtis
Die deutsche Muse - Friedrich von Schiller
Über die Kunst - Friedrich von Schiller

Trennt ihr vom Inhalt die Form, so seid ihr nicht schaffende Künstler.
Form ist vom Inhalt der Sinn, Inhalt das Wesen der Form. (Hugo von Hofmannsthal, 1874-1929)

Die Kunst ist die irdische Schwester ihrer himmlischen, der Religion. Sie hat die Erscheinungen und Beziehungen des Erdenlebens vom Gesichtspunkte des Schönen und Edlen aus darzustellen und dadurch dahin zu wirken, daß dieses Edle und Schöne sich am Menschen aus dem Ideale zur Wahrheit entwickele. Sie ist also neben der Religion die berufenste Lehrerin des Menschengeschlechtes. — Karl Friedrich May, 1842-1912

Sprache und Kunst

Sprache
Wer sich zu dichten erkühnt und die Sprache verschmäht und den Rhythmus,
Gliche dem Plastiker, der Bilder gehaun in die Luft!
Nicht der Gedanke genügt; die Gedanken gehören der Menschheit,
Die sie zerstreut und benutzt; aber die Sprache dem Volk:
Der wird währen am längsten von allen germanischen Dichtern,
Der des germanischen Worts Weisen am besten verstand. — August von Platen, 1796-1835

Genie und Kunst
Wen wahrhaft die Natur zum wirklichen Dichter gebildet,
Der wird emsig und voll Eifers erlernen die Kunst:
Nicht, weil nie er die Kunst ausgrübelte, stümpert der Stümper,
Nein – weil ihm die Natur weigert den tiefen Impuls. — August von Platen, 1796-1835

Unsere Sprache - Friedrich Rückert
Die Sprache - Friedrich Gottlieb Klopstock
Grammatische Deutschheit - Friedrich Rückert
Im Reich der Interpunktionen - Christian Morgenstern
Die fremde Sprache - Theodor Storm
Freie Kunst - Ludwig Uhland
Art poétique - Paul Verlaine
Wort-Kunst - Christian Morgenstern
Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren - Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg - Novalis
Malers Morgenlied - Joseph Freiherr von Eichendorff
Bittschrift - Friedrich von Schiller

Farbenstäubchen auf der Schwinge
Sommerlicher Schmetterlinge
Flüchtig sind sie, sind vergänglich
Wie die Gaben, die ich bringe,
Wie die Kränze, die ich flechte,
Wie die Lieder, die ich singe:
Schnell vorüber schweben alle,
Ihre Dauer ist geringe,
Wie ein Schaum auf schwanker Welle,
Wie ein Hauch auf blanker Klinge.
Nicht Unsterblichkeit verlang ich,
Sterben ist das Los der Dinge:
Meine Töne sind zerbrechlich
Wie das Glas, an das ich klinge. — August von Platen, 1796-1835

Poesie

Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt
und dabei in unserer Seele die Essenz der Schönheit zurückläßt. — Jean Paul, 1763-1825

Poesie ist tiefes Schmerzen,
Und es kommt das echte Lied
Einzig aus dem Menschenherzen,
Das ein tiefes Leid durchglüht.

Doch die höchsten Poesien
Schweigen wie der höchste Schmerz,
Nur wie Geisterschatten ziehen
Stumm sie durchs gebrochne Herz. – Justinus Kerner, 1786-1862

über Poesie bei wikipedia (externer Verweis)

poésie - Alphonse Mucha Poesie (Alphonse Mucha)

Die Poesie

Die Poesie, die Poesie,
Die Poesei hat immer Recht,
Sie ist von höherer Natur,
Von Übermenschlichem Geschlecht.

Und kränkt ihr sie, und drückt ihr sie,
Sie schimpfet nie, sie grollet nie,
Sie legt sich in das grüne Moos,
Beklagend ihr poetisch Loos!

Friedreike Kempner, 1836-1904

"Die Poesie hat ihre Höhepunkte, wenn sie dem Menschen Geheimnisse offenbart, die in ihm liegen und von welchen er ohne sie nur ein dumpfes gefühl hätte."
Jacob Burckhardt, 1818-1897

Die Poesie - Johann Wolfgang von Goethe
Geschichte der Poesie - Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg - Novalis
Poesie - Annette von Droste-Hülshoff
Poesie - Justinus Kerner
Das Bilderbuch - Joseph, Freiherr von Eichendorff
Gedichte - Johann Wolfgang von Goethe
Der Reim - Karl Kraus
Pegasus im Joche - Friedrich von Schiller
Wünschelrute - Joseph Freiherr von Eichendorff
Poesie und Liebe - Theodor Körner

Wir Lyriker
Warum wir immer noch Verse schreiben?
Um unbekannt und ungestört zu bleiben. — Christian Morgenstern, 1871-1914

über Lyrik bei wikipedia (externer Verweis)

the poet "the poet" © by Christine P.Newman, Toronto

Der echte Dichter - Theodor Fontane
Dichterlos - Joseph, Freiherr von Eichendorff
Poetentod - Gottfried Keller
Am Himmelstor - Gustav Falke
The poet`s eye - William Shakespeare
Der Leser - Rainer Maria Rilke
Ein modernes Märchen - Christian Morgenstern
Visions and Ideals - James Allen - über Visionen und Ideale
Silentium - Fjodor Tjutchev
Adieux à la poésie - Théophile Gautier

Einem jungen Dichter in`s Album

Der Gesit genügt sich überall,
Wo er in rechter Fülle ist,
Und schafft Genüge überall,
Wo er in rechter Hülle ist.

Der Weg liegt allen offenbar,
Doch schwer ist`s ihn zu wandeln,
Wie alle Weisheit leicht und klar,
Doch schwer danach zu handeln!

Friedrich Martin Bodenstedt, 1819-1892

Poesie ist Leben,
Prosa ist der Tod,
Engelein umschweben
Unser täglich Brod. - Friederike Kempner, 1836-1904

Theater

Quomodo fabula, sic vita non quam diu, sed quam bene acta sit, refert
Wie in einem Theaterstück kommt es im Leben nicht darauf an, wie lange es dauert, sondern wie gut es gespielt wird. - Seneca

Vorspiel auf dem Theater - aus Faust I - Johann Wolfgang von Goethe

Poetik und Poesie im Internet

Über DichterPoetikPoesie, die Dichtungskraft und Gemälde — Joh. Gg.Sulzer, externe Links, bei: www.textlog.de

[Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus] - Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Poesie und Leben - Hugo von Hofmannsthal

Das Gespräch über Gedichte - Hugo von Hofmannsthal