Gedichte zeitgenössischer Autoren und Dichter - Lyrik, Rezitationen, Kritiken etc.

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"Und wer der Dichtung Stimme nicht vernimmt, ist ein Barbar, er sei auch, wer er sei". (Johann Wolfgang von Goethe)

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Bereits zugesandte Gedichte (und Hinweise auf Internet-Auftritte) - Veröffentlichung nach Absprache und frdl. Genehmigung von:

Albrecht, Susanne Ulrike Maria: Liebesgedichte - und weitere Gedichte:
- Wenn der Dezember naht - Friedenstext - Tanz der Leidenschaft - Überirdisch geküsst- Träumen soll ich nicht mehr
Blümel, Michael kunst trifft literatur
Chelmieniecki, Petra - eines Tages - nur gelebt - Sehnsucht
Döbber, Dr. Josef - Poetische Texte und Gedichte auf seiner philosophischen website
Ehrhardt-Rosentritt, Ingrid - Zartes, kleines Wölkchen Glück - Wenn du gehen musst
Hoffmann, Suitbert - AbendLichter - Widerstand - Erinnerung
Larf, Rena (externer Verweis) - Inmitten meiner Welt - Kleine Eisblume - Seelenmohn - behalt das leben lieb - Der Mond + Rezitationen/Vortragskunst
Meider, J.K. - Man(n) könnte neidisch werden - Dekadenz - Jedem das Seine - Die Sache mit dem Paradies
Menger, Anita (externer Verweis) - Frühlingsträume - Der Sommer - Herbstbeginn - Winterzeit - Die stillen Tage
Neugebauer, Jörg - vielen dank ich bin ihre maschine - mir genügt es nicht - weitere im Poetenladen
Schrenker, Sabina - small talk - Brücken schlagen - Zwangsjacke - Das Treffen - Begegnung
Tiltz, Werner (externer Verweis) - Frühling - Licht und Dunkelheit - Start ins Jenseits - Ver-rückter Winter
Versl, Bernhard: Herbstgedichte
Zoppelt, Alfred aus Wien - Ameisen - Das Lächeln einer Frau - Die Hühner

...

Rezitationen:

Gesprochene deutsche Lyrik - Epochen: Mittelhochdeutsch bis Frühe Moderne - von Fritz Stavenhagen
Fränzel, Marius - Rezitationen
Görner, Lutz - Rezitator - Gedichte nach Autoren auf der website: www.rezitator.de
Taupp-Meisner, Horst Würzburg (www.dervorleser.org)

Rezensionen - Literaturkritik

bonaventura-musagetes u.a. Buchvorstellungen, Rezensionen

Abschied

Unangeklopft ein Herr tritt abends bei mir ein:
"Ich habe die Ehr, ihr Rezensent zu sein."
Sofort nimmt er das Licht in die Hand,
besieht lang meinen Schatten an der Wand,
Rückt nah und fern: "Nun lieber junger Mann,
Sehn sie doch gefälligst mal ihre Nas so von der Seite an.
Sie geben zu, dass das ein Auswuchs ist."
- Das? Alle Wetter - gewiss!
Ei Hasen! ich dachte nicht,
All mein Lebtage nicht,
dass ich so eine Weltnase führt im Gesicht!!

Der Mann sprach noch verschiedenes hin und her,
ich weiß, auf meine Ehre, nicht mehr,
Meinte vielleicht, ich sollt ihm beichten.
Zuletzt stand er auf: ich tat ihm leuchten.
Wie wir an der Treppe sind,
Da geb ich ihm, ganz froh gesinnt,
einen kleinen Tritt,
Nur so von hinten aufs Gesäße, mit-
Alle Hagel! ward das ein Gerumpel,
Ein Gepurzel, ein Gehumpel!
Dergleichen hab ich nie gesehn,
all meine Lebtage nicht gesehn
Einen Menschen so rasch die Trepp hinabgehn!

Eduard Mörike - über einen Rezensenten (1837)

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