Gedichte über Leben und Wesenheit des Menschen, Menschheit, Gesellschaft, Schicksal - wie das Leben so spielt....

Gedichte-Lyrik-Poesie

Greift nur hinein in`s volle Menschenleben!
Ein jeder lebt`s, nicht vielen ist`s bekannt,
Und wo ihr`s packt, da ist`s interessant. (Faust / Vorspiel auf dem Theater) - Johann Wolfgang von Goethe

Gedichte über die Menschheit

Hymne an die Menschheit - Friedrich Hölderlin

Gedichte über den Mensch, seine Identität und Wesenheit - Körper, Geist und Seele

Du weißt, daß dein Körper des immerwährenden, unausgesetzten Stoffwechsels bedarf. Deine Seele ebenso. Weißt du auch das? Hast du noch nicht ihren Hunger, ihren Durst beachtet? Gieb ihr, was ihr nöthig ist, aber nicht Lüge anstatt Wahrheit und nicht Finsterniß anstatt Licht!
Die Seele des Menschen ist nach ihrem Wesen nichts als Gottesliebe. Beginnt der Geist des Menschen, diese Liebe zu empfinden, so sagt er, weil er sie nicht begreift: »Ich glaube,« anstatt: »Ich liebe!« (Karl Friedrich May, 1842-1912)

Prometheus - Johann Wolfgang von Goethe
An die Parzen - Friedrich Hölderlin
Adam und Eva - Rainer Maria Rilke
Der Mensch - Friedrich Hölderlin
Gottlob! daß ich auf Erden bin - Novalis
Der Mensch - Matthias Claudius
An Agathon - Novalis
Zur Teleologie - Heinrich Heine
Sonett der Seele - Hugo von Hofmannsthal
Seele des Lebens - Georg Trakl
Der Mensch - Karl Friedrich May

Über Menschenkenntnis

"Seid ihr nicht wie die Weiber, die beständig
Zurück nur kommen auf ihr erstes Wort,
Wenn man Vernunft gesprochen stundenlang!
- Des Menschen Taten und Gedanken, wißt!
Sind nicht wie Meeres blindbewegte Wellen.
Die innre Welt, sein Mikrokosmus, ist
Der tiefe Schacht, aus dem sie ewig quellen.
Sie sind notwendig, wie des Baumes Frucht,
Sie kann der Zufall gaukelnd nicht verwandeln.
Hab ich es Menschen Kern erst untersucht,
So weiß ich auch sein Wollen und sein Handeln." - Friedrich von Schiller (Wallenstein zu Illo und Terzky)

Psychographie sich selbst und andere besser verstehen... (externer Verweis)

Allzumenschliches

Der weise Schopenhauer spricht -
und gern betret` ich seine Spur:
"Ein jedes Menschenangesicht
ist ein Gedanke der Natur."

Es folgt daraus das eine nur,
wenn man dem Worte Glauben schenkt:
Daß auch die ewige Natur
mehr Dummes als Gescheites denkt. — (Oskar Blumenthal)

Gedichte über Schönheit, Körper und Körperteile des Menschen

Schönheit

Gesichtszüge, welche die Geheimnisse unserer Seele enthüllen,
Verleihen dem Gesicht Schönheit und Anmut,
Selbst wenn diese seelischen Geheimnisse schmerzlich und leidvoll sind.
Gesichter hingegen, die - Masken gleich - verschweigen, was in ihrem Innern vorgeht,
Entbehren jeglicher Schönheit, selbst wenn ihre äußeren Formen vollkommen symmetrisch und
harmonisch sind.
Ebenso wie Gläser unsere Lippen nur anziehen,
Wenn durch das kostbare Kristall die Farbe des Weines hindurchschimmert.
- Khalil Gibran, 1883-1931

Das Auge

Die Welt ist eine große Seele
Und jede Seele eine Welt;
Das Auge ist der lichte Spiegel,
Der beider Bild vereinigt hält.

Und wie sich dir in jedem Auge
Dein eignes Bild entgegenstellt,
So sieht auch jeder seine Seele,
Sei eignes Ich nur in der Welt.

Friedrich Emil Rittershaus, 1834-1897

Du hast... - Karl Friedrich May
Dein Auge - Karl Friedrich May
Ein graues Auge - Friedrich von Bodenstedt
Meine füszeMein KopfMein Hintern — © Suitbert Hoffmann

Gott nur siehet das Herz.— Drum eben, weil Gott nur das Herz sieht,
sorge, daß wir doch auch etwas Erträgliches sehn! —Friedrich von Schiller

Die Erschaffung des Weibes - Ludwig Fulda

Gedichte über das Menschenleben, menschliche Eigenschaften, der Mensch als Individuum
Lebensläufe, Lebenswege des Menschen, sein Dasein, seine Arbeit, sein Vergnügen,
seine Erfahrungen wie das Leben so spielt...), Charakterzüge, Eigenschaften, Eigenheiten, Freude, Leid, Glück, Unglück etc.

[Auf der Suche nach Gott] Gedichte  in spanischer Sprache der Mystikerin: Teresa Sánchez de Cepeda y Ahu-mada
Vor der Schönheit Gottes: Seele, suche dich in mir, und mich in dir. - Theresia von Avila mit Verweisen auf Fundstellen weiterer Gedichte und Übersetzungen

Wie das Leben so spielt... & Wesenszüge, Launen des Menschen:
Schicksalhaftes, Freude, Leid, Glück, Unglück, Pech, Trauer, Trost, Erfahrungen
etc.

Das Leben

Es ist ein toller Reigen
Und ein tolle Welt,
Der eine kann nur steigen,
Wenn schon der andre fällt.

Im Land auf einer Reise
Sah ich viel Brunnen stehn,
Den alten Eimer leise
Drin auf- und niedergehn

Und fuhr die Brunnenstange
Empor ein gutes Stück -
Der Eimer seufzte bange
Und ging zum Grund zurück.

Und ward er stolz nach droben
Zum Licht zurückgelenkt,
Hat traurig sich von oben
Der Brunnenschaft gesenkt ...

Das ist so ganz das Leben,
Der wechselvolle Lauf,
In stetem Wandel schweben
Auch wir hinab, hinauf.

Das Steigen und das Fallen
Zeigt, wie zu jeder Frist,
Der Wechsel nur von allem
Allein beständig ist.

Doch hat trotz aller Schauer
Das Gleichnis mich erfrischt:
In seine trübe Trauer
Ist auch ein Trost gemischt.

Der Trost, der mir im Herzen
Wie Ostersonne glüht:
Daß oft aus meinen Schmerzen
Des andern Glück erblüht. - Carl Busse, 1872-1918

Der Baum des Lebens - Friedrich Rückert
Das Lied von der Glocke - Friedrich von Schiller
Leben - Karl Henckell
Lebensfahrt - Heinrich Heine
Die zwei Gesellen - Joseph, Freiherr von Eichendorff
Bruder Liederlich - Detlev von Liliencron
Lebenspflichten - Ludwig Heinrich Christoph Hölty
Jene kleinsten ehrlichen Artisten - Joachim Ringelnatz
Einsambkeit - Andreas Gryphius
An die Einsamkeit - Johann Timotheus Hermes
Einsamkeit - Rainer Maria Rilke
Es ist alles eitel - Andreas Gryphius
Vanitas - Nikolaus Lenau
Verschwiegenheit - Johann Wolfgang von Goethe
Hoffnung - Friedrich von Schiller
Sehnsucht - Sissi - Kaiserin Elisabeth von Österreich, Königin von Ungarn
Zufriedenheit mit seinem Zustande - Christian Fürchtegott Gellert
Die Zufriedenheit - Johann Martin Miller
Die Zufriedenheit - Christian Felix Weiße
Gelassenheit - Christian Fürchtegott Gellert
Lob der Faulheit - Gotthold Ephraim Lessing
Chartres - Joachim Ringelnatz
Ich kam in eine große Stadt - Friedrich Martin Bodenstedt
In der Fabrik - Hedwig Dransfeld
Badetag - Kurt Tucholsky
Intérieur - Alfred Lichtenberg
Ruf zum Sport - Joachim Ringelnatz
ich saz ûf eime steine - Walther von der Vogelweide
All the world`s a stage... - William Shakespeare
Hamlet - William Shakespeare
Das Glück - Karl Friedrich May
Die Freuden - Johann Wolfgang von Goethe
Anakreontisches Liedel - Detlev von Liliencron
Das Schlauraffenland - Hans Sachs
Schlaraffenland - Hoffmann von Fallersleben
Es ist das Glück ein flüchtig Ding - Emanuel Geibel
Glück und Unglück - Heinrich Heine
Mein Wannenbad - Joachim Ringelnatz
Menschliches Elende - Andreas Gryphius
Der Wechsel menschlicher Plagen - Quirinius Kuhlmann
Wo ist der Mensch, den... - Joachim Ringelnatz
Der rechte Barbier - Adelbert von Chamisso
Ihr Dach stieß fast bis an die Sterne - Arno Holz
Prinz Eugen, der edle Ritter - Ferdinand Freiligrath
Die Brück` am Tay...28.Dez.1879 - Theodor Fontane
John Maynard - Theodor Fontane
Trutz, blanke Hans - Detlev von Liliencron
Die Weiber von Weinsberg - Gottfried August Bürger
Wirklich, er war unentbehrlich - Wilhelm Busch
Fußball - Joachim Ringelnatz
Der Lattenzaun - Christian Morgenstern
Der Würfel - Christian Morgenstern
Die Tabakspfeife - Gottlieb Konrad Pfeffel
Das Glück von Edenhall - Ludwig Uhland
Spielball - Joachim Ringelnatz
Die Zauberin im Walde - Joseph, Freiherr von Eichendorff
Begegnung in der Kastanienallee - Rainer Maria Rilke
In der Kunstausstellung - Ada Christen
À la musique - Arthur Rimbaud - Bei der Musik
Der Sänger - Johann Wolfgang von Goethe
Der Leiermann - Wilhem Müller
Das Karussell - Rainer Maria Rilke
chevaux de bois - Paul Verlaine
Einen Menschen wissen... - Marie von Ebner-Eschenbach
An die Freunde - Theodor Storm
Gern schließ`ich einmal meine Türen - Theodor Storm
Sie war ein Blümlein... - Wilhelm Busch
Puppen - Ernst Stadler
Old Meg she was a Gipsey - John Keats
Der alte und der junge Wein - Gotthold Ephraim Lessing
Trinklied - Zu Klingenberg am Maine - Achim von Arnim
Der Talisman des Weines - Friedrich Rückert
Drei Zechsprüche - Friedrich Rückert
Der Trinker - Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Der Angetrunkene - Alfred Lichtenstein
Das Lied vom blonden Korken - Christian Morgenstern
Der Seriöse - Joachim Ringelnatz
Wüstes Schimpfen eines Wirtes - Alfred Lichtenstein
Die Vagantenbeichte - Carmina Burana
Meditation - Joachim Ringelnatz
Trost - Karl Friedrich May
Der Himmel hat eine Träne geweint - Friedrich Rückert
Der Verdrüßliche - Ludwig Bechstein
Wer Bildung hat, der ist empört - Wilhelm Busch
Elégie - Albert Samain
Une douceur splendide et sombre - Albert Samain
Der Zauberlehrling - Johann Wolfgang von Goethe

Mein Leben

Mein ganzes Leben war ein traurig Irren,
Nach Lieb‘ und Glück ging ich als Kind schon aus,
Gleich Faltern sah ich sie verlockend schwirren,
Die hin und wieder ruhn auf Blumen aus;
Sie lockten mich bis hin zum späten Abend,
Doch als der Nebel stieg, der Höhen Rauch,
Versanken sie, in Blumen sich begrabend,
Und meine Hand griff in den Dornenstrauch.

Nun bin ich müde, rühre keinen Finger,
Lieg‘ auf dem Rasen, den der Reif schon netzt,
Da seh ich wieder diese schönen Dinger,
Doch keines sich auf Blumen niedersetzt.
Sie schweben hoch und höher, jetzt entschwinden
Sie gänzlich meinem feuchtgewordnen Blick.
Die Blätter fallen von den Kirchhofslinden
Und flüstern leis‘; nur oben wohnt das Glück!
- Johanna Ambrosius, 1854-1939

Gedichte über Freiheit, Mensch, Gesellschaft, Welt - allgemein - historisch - politisch - respektlos

Regierungs-Grundsatz

Lasse, die dir ferne stehn,
Deinen Schutz empfinden,
Und die nah dir sind, laß zügellos nicht gehn;
So wird dir des Reiches Glanz nicht schwinden. - Friedrich Rückert, 1788-1866

"Sire, geben Sie Gedankenfreiheit" - so heißt es in: Don Carlos III,10 / Marquis von Posa (Friedrich Schiller)

Die Gedanken sind frei - Alte Volksweise
Hymne an die Freiheit - Friedrich Hölderlin
Gutenbergslied - Georg Herwegh
Freie Presse - Ferdinand Freiligrath
Freiheit, die ich meine - Max von Schenkendorf
Ich möchte gern mich frei bewahren - August von Platen

Leicht Gepäck - Georg Herwegh
Der Ring des Polykrates - Friedrich von Schiller
Die Kraniche des Ibykus - Friedrich von Schiller
Das Grab im Busento - August Graf von Platen
Aus dem Mittelhochdeutschen: Carmina Burana (externer Link)
Der König in Thule - Johann Wolfgang von Goethe
Der alte Barbarossa - Friedrich Rückert
Als Kaiser Rotbart lobesam - Ludwig Uhland
Prinz Eugenius, der edle Ritter - Volkslied
König Richard - Heinrich Heine
Thränen des Vaterlandes - Andreas Gryphius
Lützows wilde, verwegene Jagd - Theodor Körner
Das Lied der Deutschen - August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Das Lied von der deutschen Treue - Ludwig Pfau
Die schlesischen Weber - Heinrich Heine
Deutsches Volkslied - Klabund
Bundeslied - Georg Herwegh
Das Parlament - Joachim Ringelnatz
Pereant die Liberalen - Robert Eduard Prutz
Der Bürgermeister (Intermezzo) - Joseph von Eichendorff
Feldfrüchte - Kurt Tucholsky
An die Verstummten - Georg Trakl
Europäischer Tierkreis - August von Platen

El gran teatro del mundo  - Pedro Calderón de la Barca (Inhaltsangabe) - Das große Welttheater in Nachdichtung von Joseph von Eichendorff (externer Verweis)

Gedichte über Revolutionen, Krieg und Frieden, Konflikte (Biedermeier, Vormärz etc.)

Des Krieges Buchstaben - Friedrich von Logau
Bewaffneter Friede - Wilhelm Busch
Die Stachelschweine - Arthur Schopenhauer
Herr Biedermeier - Ludwig Pfau
Lied vom Drohnenkönig - Ludwig Pfau ...oder besser: von Königsthronen ;-)
Schwarzrotgold - Ludwig Pfau
Silvester 1914- Max Dauthendey
Der Flieger - Klabund
Der Krieg - Georg Heym
In Flanders Fields the poppies blow - John McCrae
Jetzt tut man mir nichts mehr beim Militär - Alfred Lichtenstein
An die Soldaten des großen Krieges - Gerrit Engelke
Kokain - Anita Berber
Das Trauerspiel von Afghanistan - Theodor Fontane

speziell bayerisch...
Gedichte von und über König Ludiwg II von Bayern, dem Märchenkönig (extern, bei www.koenigliche-traeume.de)
Gott mit dir, du Land der Bayern - Michael Öchsner
Eröffnungshymne - Ludwig Thoma
Ein Münchner im Himmel - Ludwig Thoma
Der bayerische Chevauleger - Ludwig Thoma

über ...Baiern und Schwaben...im "Kriegszustand"  ;-)

Der Spion der Schwaben.

Die Baiern kriegten mit den Schwaben.
Um Nachricht von dem Feind zu haben,
Ward aus dem ganzen Schwabenland
Der schlauste Junge hingesandt.

Die Baiern merkten sein Betragen,
Man griff ihn fest, ihn auszufragen.
"Ihr Herren, st! lasst mich davon;
Ich muss zurück: ich bin ja der Spion." - Ludwig Heinrich von Nicolay, 1737-1820

und: ...früher wie heute aktuell ... immer und überall:

Gedichte über die ´moderne Zeit` - über Beeinflussung, Verführung, Politik, Macht, Geld, Mode...

Manche freilich - Hugo von Hofmannsthal
Heutige Weltkunst - Friedrich von Logau

"Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden" ( Friedrich II. der Große, König von Preußen, 1712-1786)

Wer die WAHL hat, hat die Qual:
Schmeicheleien rund um die ´Stimme`— von La Fontaine — nicht von Oskar!   ;-)
Der Fuchs und der Rabe - Le corbeau et le renard — ...und... Ihre ´Stimme`?
Die Wahlesel - Heinrich Heine

Was ist die Mehrheit? Mehrheit ist der Unsinn,
Verstand ist stets bei wen`gen nur gewesen
Bekümmert sich ums ganze, wer nichts hat?
-
Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
Der Staat muß untergehn, früh oder spät;
Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet - Friedrich von Schiller (Sapieha/ Demetrius)

Die Wanderratten - Heinrich Heine
Reklame - Joachim Ringelnatz
Gold - Joachim Ringelnatz
...und wird die Welt auch noch so alt... - Carl Spitzweg
À la mode - Johann Michael Moscherosch
Der Rubel auf Reisen - August von Platen
Geld regiert die Welt - Johann Michael Moscherosch

Die Macht des Geldes wirkt auf den Menschen genau wie jede andere irdische Macht: wohlthätig, so lange er sie beherrscht,
verderblich aber, sobald er ihr zu gehorchen beginnt. (Karl Friedrich May, 1842-1912)

Das ist ein Jagen auf dieser Erden
nach Rang und Würden und gleißendem Schein...
im hitzigen Fieber, etwas zu werden,
versäumen die Toren, etwas zu sein.— (Oskar Blumenthal)

und ein Beitrag zur aktuellen Migrationsdebatte:
Orient und Okzident

Sein und Schein - Wilhelm Busch
Das ist ein häßliches Gebrechen - Oskar Blumenthal

Für alle, die sich "nicht getroffen" fühlen (sollten), hat Kurt Tucholsky noch ein Gedicht bereit:

Denen, die sich nicht getroffen fühlen

Er wohnt am Rand der reichen Leute,
verkehrt mit Adel und heißt Schmidt.
Den Schlips von morgen trägt er heute
und fährt in fremden Autos mit.
Er lebt in einem ihm fremden Stile –
Fauler Kopp!
Fauler Snob!
Aber davon gibts viele.

Er selbst hat nur ein kleines Zimmer,
als Untermieter bei Frau Schay.
Doch geht er aus, dann tut er immer,
als wär er aufgewachsen bei.
Von der Socke bis zum gescheitelten Haar:
es ist alles nicht wahr - es ist alles nicht wahr!

Er ist so gerne eingeladen:
er reckt an Kaufmann und Bankier.
Er weiß, am Lido muß man baden,
er grüßt im Ritz den Herrn Portier.
Er nassauert elegant und beflissen
vor fremden Kulissen.

Was er auch hat, das hat er gratis.
Er läuft mit der Society.
Er kennt die feinsten Cocktail-Parties.
Nur seine Lage kennt er nie.
Bald kunstgewerblicher Friseur,
bald Redakteur ...
so sehn wir ihn gestern, morgen und heute:
ein Affe.
Ein Affe der reichen Leute.

Kurt Tucholsky, 1890-1935

 

Das gemeinsame Schicksal - der Lauf der Welt

Siehe, wir hassen, wir streiten, es trennet uns Neigung und Meinung,
Aber es bleichet indes dir sich die Locke wie mir. - Friedrich von Schiller

Es ist nur so der Lauf der Welt - Adelbert von Chamisso
Des Menschen Hand - Wilhelm Raabe
Hobellied - Da streiten sich die Leut` herum - Ferdinand Raimund

 

Balladen, Fabeln, Märchen und Märchenhaftes, Mythen, Sagen, ´Zauberhaftes`— von der Antike bis zur Moderne

Märchenstunde - von Dorle Wolf Märchenstunde - © Dorle Wolf

Alte Geschichten - Friedrich Wilhelm Weber
Das Märchen - Franz Alfred Muth
Märchen - Friedrich Rückert
Aus alten Märchen winkt es... - Heinrich Heine
Märchen - Georg Trakl
Daedalus und Ikarus - Ovid, Ars Amatoria II - 21-96
Belsazar - Heinrich Heine
Das Haar der Berenice - Alice Freiin von Gaudy
Daphne - Louise Victorine Ackermann
Narkissos - Klabund
Phaeton - Klabund
Merseburger Zaubersprüche
Sankt Georg - Rainer Maria Rilke
Der Kampf mit dem Drachen - Friedrich von Schiller
Eine Fabel - Matthias Claudius
Der Blinde und der Lahme - Christian Fürchtegott Gellert
Lore Lay - Clemens Brentano
Lorelei - Heinrich Heine
Waldgespräch - Joseph von Eichendorff
Das Riesenspielzeug - Adelbert von Chamisso
Don Quixote - Adelbert von Chamisso
Die Schatzgräber - Gottfried August Bürger
Ein dicker Sack, den Bauer Bolte... - Wilhelm Busch
Die Schnitterin - Gustav Falke
Das Hufeisen - Johann Wolfgang von Goethe
Die Nixen - Heinrich Heine
Die Odaliske - Friedrich Hebbel
Fink und Frosch - Wilhelm Busch
Das Drachen-Bestiarium - Sagen-Naturgewalten-Fabeltiere (externer Link)
Die schöne Lau - Eduard Mörike
Wo noch kein Wandrer gegangen - Joseph von Eichendorff

Märchen der Gebrüder Grimm

Sneewittchen - Gebrüder Grimm
Rotkäppchen - Gebrüder Grimm
König Drosselbart - Gebrüder Grimm
Rumpelstilzchen - Gebrüder Grimm
Die Sterntaler - Gebrüder Grimm
Der gestiefelte Kater - Gebrüder Grimm
Der Wolf und die sieben jungen Geißlein - Gebrüder Grimm

weitere Märchen, schön aufbereitet bei: Maerchen.com (extern)

Rätselhaftes - Sprachspiele - Literarische Kleinformen

Rätsel

Rätsel aus Turandot Rätsel aus Turandot - mit Bildern von Anita Tschirwitz:

Auf einer großen Weide
Der Baum, auf dem die Kinder der Sterblichen verblühn
Ein Gebäude steht da...
Ein Vogel ist es
Es führt dich meilenweit...
Es steht ein groß geräumig Haus...
Ich drehe mich auf einer Scheibe
Ich wohne in einem steinernen Haus
Kennst du das Bild auf zartem Grunde?
Unter allen Schlangen
Von Perlen baut sich eine Brücke
Wie heißt das Ding?
Wir stammen ...
Zwei Eimer sieht man ...

...weitere Rätsel in Vorbereitung

Fabeln

Über Fabeln und Fabeln von Leonardo da Vinci (extern)

Kleine Fabel
»Ach«, sagte die Maus, »,die Welt wird enger mit jedem Tag. Zuerst war sie so breit, daß ich Angst hatte, ich lief weiter und war glücklich, daß ich endlich rechts und links in der Ferne Mauern sah, aber diese langen Mauern eilen so schnell aufeinander zu, daß ich schon im letzten Zimmer bin, und dort im Winkel steht die Falle, in die ich laufe.« - »Du mußt nur die Laufrichtung ändern«, sagte die Katze und fraß sie. — Franz Kafka, 1883-1924

Die Schildkröte und die Ratte - Friedrich (Maler) Müller
Fabeln, Märchen und Sagen aus aller Welt bei HEKAYA - Eine Sammlung von über 2800 Texten (externer Link)

Fables
Le corbeau et le renard - Jean de La Fontaine
La Grenouille qui veut se faire aussi grosse que le Boeuf  - Jean de La Fontaine
Fables de Jean de La Fontaine (externe Links)

 

Lessing: Ringparabel (extern: Lessing-Akademie)

 

Gedichte - Gebete - Religiöses

Evangelien

Kannst du noch beten? - Karl Friedrich May
Ich bitte nicht um süsses Glück der Erde... - Charlotte Sophie Sidonie Seidel
Liebe, die des Herzens Mängel...  - Charlotte Sophie Sidonie Seidel
Am fünften Sonntage nach Ostern - Annette von Droste-Hülshoff
Ich bete an die Macht der Liebe - Gerhard Tersteegen
Mich dir anzuschmiegen unzertrennlich - Gertrud von Helfta, deutsche Mystikerin

und zum Schluss noch: ´Tipps und Ratschläge für`s Leben, Mahnung, Trost etc.`

An sich - Paul Fleming
Üb`immer Treu und Redlichkeit - Ludwig Heinrich Christoph Hölty
Geh! gehorche meinen Winken - Johann Wolfgang von Goethe
Breite und Tiefe - Friedrich Schiller
If - Rudyard Kipling
...ein guter Rat - Aleksandr Sergeevič Puškin
Ne dites pas : la vie est un joyeux festin ... - Jean Moréas
Fühl alle Lust, fühl alle Pein - Jakob Michael Reinhold Lenz
Beherzigung - Johann Wolfgang von Goethe
Überlaß es der Zeit - Theodor Fontane
Diplomatischer Rat - Franz Grillparzer
Bedachtsamkeit - Karl Friedrich May
Sei weise! - Karl Friedrich May
Hab Sonne im Herzen - Cäsar Flaischlen

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